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Neben der rechtzeitigen Festlegung gibt es auch bei der Terminwahl einiges zu beachten. Eine Schularbeit darf nicht abgehalten werden, wenn auf den termin eine (oder mehrere) folgender Tatsachen zutreffen würden:

  • Termin nach drei aufeinanderfolgende schulfreie Tage, eine mehrtägige Schulveranstaltung (oder schulbezogene Veranstaltung).
  • Mehr als eine Schularbeit an einem Tag oder mehr als zwei Schularbeiten in einer Woche (gilt nur in der AHS)
  • Die Schularbeit umfasst die 5. oder eine spätere Stunde

Um ein Elterngespräch erfolgreich zu führen, ist zu bedenken, dass viele Eltern, besonders wenn sie nicht eingeladen werden, sondern von sich aus den Kontakt zum Lehrer suchen, zuerst ihre Sorgen und Ängste bzw. Verärgerung loswerden möchten. Daher ist es ratsam, zuerst zu fragen, was die Eltern herführt, ob sie mit einem bestimmten Anliegen kommen oder was man für sie tun kann. Erfahrungsgemäß mögen es Eltern, wenn man ihnen dabei zuhört, ohne sie zu unterbrechen oder sich gleich wegen einer Anschuldigung zu rechtfertigen. Meistens verläuft das Elterngespräch im Anschluss angenehm, wenn sie sich ihren Ärger, ihre Angst oder ihren Frust von der Seele geredet haben. Wichtig ist, den Eltern zu verstehen zu geben, dass man ihr Anliegen ernst nimmt, dass es Wege gibt, ein Problem zu lösen oder es zumindest Wege gibt, wie ein Schüler es versuchen kann. Bei problematischen Elterngesprächen ist es ratsam, ein Gesprächsprotokoll mit IST-Analyse und besprochenen Maßnahmen zu verfassen, das sowohl die Eltern als auch Schüler (sofern anwesend) und der Lehrer unterschreiben.

Jahresplanungen geben dem Unterrichtsjahr eine Struktur. Sie sollen gerade in den ersten Jahren helfen, den Unterrichtsstoff eines Schuljahres sinnvoll einzuteilen. Wichtig bei der Erstellung einer Jahresplanung ist, sich im Vorfeld darüber zu informieren, wie viele Unterrichtsstunden im laufenden Schuljahr entfallen. Das kann auf Grund von Ferien, Feiertagen, Projektwochen, Wandertage, Fortbildungen der Fall sein. Anschließend ist es sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, in welchen Abständen Schularbeiten oder Tests sinnvoll eingeplant werden können. Sinnvoll heißt, in einem regelmäßigen zeitlichen Abstand. Anschließend kann man dann den Unterrichtsstoff, abgestimmt auf diese Termine, wochenweise planen. Bedenken solltest du aber, dass es sein kannst, dass noch Stunden entfallen, weil entweder krank wirst oder Schulklassen in andere Projekte eingebunden sind. Ein guter Tipp ist auch, diese Jahresplanung immer wieder zur Hand zu nehmen und besonders spätestens nach Ostern abzuhaken, was du bereits alles unterrichtet hast und wie viel dir noch fehlt.

Hausübungen dürfen nicht in der Form aufgegeben werden, dass sie an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen bzw. während der Ferienzeiten (Weihnachtens-, Semester-, Oster-, Pfingst-, Sommerferien) oder mehrtägigen Schulveranstaltungen gelöst werden müssten.

Einer Hausübung von Freitag auf Montag steht damit insofern nichts im Wege, solange sie (mit Bedacht auf andere Fächer am Tag und Unterrichtslänge usw.) am Freitagnachmittag erledigt werden könnte. So möglich, bietet es sich aber an, andere Zeiten (etwa Fr auf Di) zu wählen, um einer entsprechenden Optik zu entgehen.

Rechtsquellen:
 SchUG §17 (2)

Hausübungen dürfen in allen Fächern aufgegeben werden, solange sie von ohne Hilfe anderer gelöst werden können und zu keiner Überforderung führen. Eine Einschränkung auf „Schularbeitenfächer“ besteht jedenfalls nicht!

Rechtsquellen:
 SchUG §17 (2)

Prinzipiell zur Ergänzung der Unterrichtsarbeit alle zumutbaren Arbeitsaufträge, solange sie im Umfang (z.B. Zahl der Unterrichtsstunden an dem entsprechenden Tag, Schulveranstaltungen usw.) angemessen sind und von den Betroffenen ohne Hilfe anderer Personen zu lösen sind.

Völlig neue Stoffgebiete zur Selbsterarbeitung sind daher keine sinnvolle Form der Hausübung.

Rechtsquellen:
 SchUG §17 (2)

„Schriftliche Wiederholungen“ (=Revisions, schriftliche Mitarbeitsüberprüfung, Repetitiones usw.) sind prinzipiell möglich, wenn eindeutig ist, dass sie Teil der „nichtpunktuellen Form“ der Leistungsbeurteilung sind und damit zur Mitarbeit zählen. Eine punktuelle Beurteilung hingegen dürfen nur Tests bzw. Schularbeiten sein – mit allen entsprechenden Regeln.

Folgende Punkte gilt es daher bei „schriftlichen Wiederholungen“ zu beachten:

  • sie sind Teil der Mitarbeit und daher NICHT als Einzelleistung zu benoten (keine Sehr gut – Nicht genügend; zur Verdeutlichung bietet sich auch eine nicht fünfteilige Skala an – z.B. nur eine Angabe der erreichten Punkte)
  • eine klare Kommunikation in der Unterscheidung zwischen punktuellen Leistungen und der „schriftlichen Wiederholung“ verwenden
  • als Mitarbeitsleistung sollte auch ein enger Bezug zum Unterrichtsgeschehen der letzten Stunden bestehen

Zum Bereich der Mitarbeit zählt die Leistungsbeurteilungsverordnung folgende Punkte auf:

  •  in die Unterrichtsarbeit eingebundene mündliche, schriftliche, praktische und graphische Leistungen,
  • Leistungen im Zusammenhang mit der Sicherung des Unterrichtsertrages einschließlich der Bearbeitung von Hausübungen
  • Leistungen bei der Erarbeitung neuer Lehrstoffe
  • Leistungen im Zusammenhang mit dem Erfassen und Verstehen von unterrichtlichen Sachverhalten
  • Leistungen im Zusammenhang mit der Fähigkeit, Erarbeitetes richtig einzuordnen und anzuwenden

Somit sind im wesentlichen alle Leistungen umfasst, die nicht explizit eigenständig (z.B. Tests, Schularbeiten) beurteilt werden.

Einzelne Bereiche der Mitarbeit dürfen dabei nicht mit einer Note (also von Sehr gut – Nicht genügend) versehen werden. Also eine Hausübung kann nicht mit „Befriedigend“ beurteilt werden.

Sondern die gesammelte Einzelleistungen ist in einer Mitarbeitsnote zu bewerten.

Rechtsquellen:
 LBVO§4

Diese Frage ist weitestgehend freigestellt, solange gesichert ist, dass eine Leistungsbeurteilung durchführbar ist. Eine penible stundenweise Mitschrift der Mitarbeitsleistungen ist also nicht vorgeschrieben. Das völlige Negieren von Mitarbeitsleistungen aber verboten.

Es bietet sich aber an, gerade bei kritischen Fällen (z.B. Zwischennoten in den letzten Schulwochen, potentielle Nicht genügend usw.) eine genauere Aufzeichnung der Mitarbeit zur Leistungsbeurteilung zu führen, um eine bessere Argumentationsbasis zur Verfügung zu haben.

Rechtsquellen:
 LBVO §4 (3)

Eine fixe Vorgabe (etwa „50%“ usw.) gibt es dazu nicht, allerdings dürfen Tests nicht die einzige Grundlage der Beurteilung sein (d.h. Mitarbeit muss miteinbezogen werden).

Rechtsquellen:
 LBVO §3

Folgende Regeln sind zu beachten. Ein Testtermin ist ungültig, wenn…

  • er auf mindestens drei schulfreie Tage oder mindestens dreitägige Schulveranstaltung folgt.
  • an dem Tag bereits eine Schularbeit oder eine andere schriftliche Überprüfung stattfindet.

Eine Höchstzahl an Tests pro Woche (analog zu Schularbeiten) gibt es nicht, jedoch ist es ratsam nach Möglichkeit Rücksicht auf die Prüfungsdichte zu nehmen.

Wenn mehr als die Hälfte der Tests mit „Nicht Genügend” beurteilt wurde, so ist der Test zu wiederholen.

Jeder Lehrer muss eine krankheitsbedingte Abwesenheit so bald wie möglich der Schule (Direktion oder Administration) melden.  Auf Verlangen des Direktors oder bei einer Dauer von mehr als drei Tagen ist auch eine entsprechende Krankschreibung („ärztliche Bestätigung über die Arbeitsunfähigkeit“) vorzulegen. Bei längeren (=mehr als ein Monat) Abwesenheiten gibt es weitere Regelungen – z.B. bezüglich Entlohnung.

Nein. Testtermine können unabhängig vom Schulleiter festgelegt werden. Für die Termine gelten allerdings bestimmte Regeln.

Vorgetäuschte Leistungen sind grundsätzlich nicht zu bewerten. Bei einer erschummelten Schularbeit bedeutet das, dass sie so zu betrachten ist, als wäre sie nicht geschrieben worden. Die Vergabe eines „Nicht genügends“ ist jedenfalls ausgeschlossen.

Bleibt es bei einem Schummelversuch kann die Schularbeit normal bewertet werden.

In der Praxis ist es jedenfalls ratsam einen schummelnden Schüler nach Abnahme der unerlaubten Hilfsmittel die Schularbeit fertigschreiben zu lassen und erst bei der Korrektur zu bewerten, ob es sich um eine vorgetäuschte Leistung handelt.

Auswirkungen auf die Beurteilung des Verhaltens (Verhaltensnote) bzw. disziplinäre Maßnahmen sind davon natürlich nicht betroffen.

Spätestens zwei Unterrichtstage vor dem Termin ist er und der Inhalt („ein kleineres in sich geschlossenes Stoffgebiet“) bekanntzugeben.

Weitere Informationen:

Erziehungsberechtigten ist die Möglichkeit zur Einsicht in die Schularbeit zu geben (Ausnahme: Schüler, die nicht zuhause wohnen – also etwa Internatsschüler bzw. eigenberechtigte, also volljährige, Schüler). Eine Unterschrift ist nicht notwendig, aber zur Bestätigung der Einsichtnahme durchaus sinnvoll.

In der AHS Unterstufe: max. 15 min pro Test

In der AHS Oberstufe: max. 20 min pro Test

Diese Frage ist nicht gesetzlich geregelt – auch wenn gerne von Schülerseite eine „Einwochenregel“ analog zur Korrekturzeit des Lehrers zitiert wird. Den Erziehungsbereichtigten ist jedenfalls die Möglichkeit zur Einsichtnahme zu geben, also ein sofortiges Einsammeln am Tag der Rückgabe ist jedenfalls ausgeschlossen. (Details hier)

Die Lehrstoffgebiete sind mindestens eine Woche vor der Schularbeit bekanntzugeben. Es ist ratsam dies auch nachweislich zu tun (z.B. Eintrag ins Klassenbuch).

Für Deutsch bzw. lebende Fremdsprachen gibt es die Ausnahme, dass es nur erforderlich ist „wenn besondere Arbeitsformen oder besondere Stoffkenntnisse“ es notwendig machen.

Die Inhalte der letzten beiden Stunden vor der Schularbeit dürfen nicht Gegenstand der Schularbeit sein.

Ja. Schularbeiten müssen durch die Schule ein Jahr lang aufgehoben werden. In welcher Form dies geschieht, ist von Standort zu Standort unterschiedlich.

Neben einer korrekten Terminwahl, hat eine Schularbeit aus mindestens zwei voneinander unabhängigen Aufgaben zu bestehen (In Sprachen, besonders Deutsch, kann von dieser Regel abgegangen werden).

Die Arbeitsaufgaben sind prinzipiell jedem Schüler in vervielfältigter Form vorzulegen – außer dies ist nicht möglich (Hörübungen, Diktate…).

In der Unterstufe darf ein Schüler nicht mehr als die Hälfte der Schularbeiten pro Semester versäumen (d.h.: bei zwei bzw. drei Schularbeiten, darf eine versäumt werden).

In der Oberstufe hingegen sind – falls in einem Semester mehr als eine Schularbeit vorgesehen ist – mindestens zwei Schularbeiten zu schreiben.

Sollte das Nachholen im jeweiligen Semester nicht mehr möglich sein (z.B. weil der Schüler bis Notenschluss krank ist), muss diese Regel nicht eingehalten werden.

Es darf immer ausschließlich die bessere Note der beiden Schularbeiten gewertet werden.

Prinzipiell ist eine Schularbeit innerhalb einer Woche korrigiert und beurteilt zurückzugeben. In begründeten Fall kann der Schulleiter diese Frist um eine weitere Woche verlängern.

Eine Schularbeit muss wiederholt werden, wenn mehr als die Häfte der geschriebenen Arbeiten mit „Nicht genügend“ zu beurteilen sind.

Die Wiederholung der Schularbeit ist innerhalb von zwei Wochen nach Rückgabe der ersten Schularbeit durchzuführen – etwaige schulfreie Tage verlängern die Frist.

Die Wiederholungsschularbeit ist mit neuer Aufgabenstellung aus demselben Lehrstoffgebieten zu erstellen.

Der Termin der Wiederholungsschularbeit ist am Tag der Rückgabe bekanntzugeben und im Klassenbuch zu vermerken.

Ob Schularbeiten überhaupt möglich sind bzw. deren Anzahl und Dauer ist sowohl abhängig vom Unterichtsgegenstand als auch von der betroffenen Schulstufe. Grundsätzlich sind in der Oberstufe jeweils längere Schularbeiten möglich und zum Teil sogar zwingend vorgesehen. Eine Auflistung findest du hier.

In vielen Schulen haben sich auch innerhalb der jeweiligen Fachgruppen übliche Regeln zur Dauer und Anzahl etabliert, die einen guten Anhalt bieten können.

Die Termine von Schularbeiten müssen mit Zustimmung des Schulleiters im Wintersemester bis vier Wochen, im Sommersemester bis zwei Wochen nach Semesterbeginn fixiert und im Klassenbuch vermerkt werden. Eine spätere Terminänderung ist nur mit Zustimmung des Schulleiters möglich.

Die schriftlichen Überprüfungen sind dem Schüler spätestens zwei Unterrichtstage vorher bekanntzugeben.